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„Diversität ist ein Schatz.“

Isabell Eberlein tut alles dafür, dass die Stimme der Frauen die Bikebranche nachhaltig prägt. Dafür hat sie mit zahlreichen Partner*innen und Unterstützer*innen, darunter Dr. Sandra Wolf, Geschäftsführerin von Riese & Müller, die Initiative „Women in Cycling“ gegründet. Das Porträt einer wichtigen Branchenakteurin, die überzeugt ist: Was gut werden soll, braucht viele Perspektiven.

Den Anfang hat das Studium in Amsterdam gemacht: Der Alltag in der Metropole hat Isabell Eberlein mit den Möglichkeiten einer guten Infrastruktur und einer ausgeprägten Mobilitätskultur begeistert. „In Amsterdam spricht man nicht über ‚Mobilität‘ – es geht einfach darum, sich praktisch fortzubewegen. Alle fahren Fahrrad. Und alle tragen ganz normale Kleidung, nicht diese komischen Lycra-Sachen.“

  • Mehr über Isabell Eberlein

    Umweg übers Schienennetz

    Eigentlich hat sich die Politikwissenschaftlerin mit ökonomischen Themen eher schwergetan, trotzdem ist sie „in der Industrie gelandet.“ Ihr beruflicher Weg begann in der Startup-Szene rund um den ÖPNV. Dort lernte sie den Mobilitätssektor mit allen Facetten kennen. Isabell merkte aber schnell, „dass die Prozesse im ÖPNV sehr zäh abliefen. Und dafür bin ich einfach zu ungeduldig.“

    2015 kam sie nach Berlin. Es war die Geburtsstunde des Changing Cities e. V., der im Juni 2016 mit über 100.000 Unterschriften das Volksbegehren zum Volkentscheid Fahrrad beantragt hat und heute deutschlandweit die Radentscheide koordiniert. „Die Aufbruchsstimmung hat mich gecatcht und ich dachte, so können wir auch hier endlich holländische Verhältnisse schaffen.“ Gleichzeitig wuchs ihr Bedürfnis, den Beruf stärker mit ihren persönlichen Interessen zu verbinden. In ihrer neuen Position als Mobilitätsberaterin bei der bicicli GmbH näherte sie sich ihrem Ideal an.


    „Der Blick aufs große Ganze.“

    „In der Geschäftsführung von Velokonzept habe ich heute meinen Platz gefunden. Wir sind eine Agentur und bieten eine Plattform, die ganz unterschiedliche Leute zusammenbringt, zum Beispiel aus der Politik und der Industrie.“

    Dazu organisieren Isabell Eberlein und ihr Team Veranstaltungen oder nutzen Communities wie den Bikebrainpool. „Das Schöne an meinem Job ist, dass ich den Blick aufs große Ganze haben kann.“ Dabei hat sie gelernt: „Infrastruktur ist wichtig. Aber oft hapert es an der Kultur. Es ändert sich nur etwas, wenn Menschen ihre Gewohnheiten ändern.“

#Diversity breiter denken

Neben ihrer Rolle in der Geschäftsführung von Velokonzept ist Isabell Eberlein heute im Changing Cities e. V. als Vorständin tätig. Sie kümmert sich um die bundesweite Vernetzung der Radentscheide. Vor allem lokal, in ihrer Wahlheimat Friedrichshain-Kreuzberg, engagiert sie sich für Themen rund um „Frauen und Fahrrad“. So hat sie 2019 zum ersten Mal ein All-Female Panel der Fahrradbranche organisiert und anlässlich des Frauentags – in Berlin ein Feiertag – den „Purple Ride“ unterstützt, um die feministische Szene mit der Fahrradszene zu verknüpfen.

„Diversität ist ein Schlüsselbegriff für die Branche – egal ob politisch, wirtschaftlich oder gesellschaftlich betrachtet. Dahinter steht die Frage: Wie erreichen wir neue Gruppen? Mir ist es wichtig über das Frauenthema zu sprechen, aber wir müssen darüber hinaus breiter denken. Es geht auch um das Alter, um Herkunft.“

  • „Andere Gruppen mobilisieren anders.“

    Isabell erinnert sich an eine Projektwoche, die sie an einer Schule in Berlin-Neukölln durchgeführt hat. „Die Schülerinnen und Schüler hatten eine Auswahl der tollsten Räder – aber alle fanden Fahrradfahren anstrengend und total peinlich.“ Hier müsse man Perspektiven erarbeiten. Nicht nur befragen, sondern Einblicke und Erlebnisse bieten, etwa über ein Praktikum oder ähnliches.

    Eine grundlegende Frage ist, wie man den Kontakt zu anderen Communities knüpfen kann. Isabell steht in Austausch mit der Organisatorin einer türkischen Community und hat gelernt: „Man muss Brücken aufbauen. Wie kann ich als deutsche Frau wissen, was einer muslimisch geprägten Frau, einem Mädchen, einem Teenager wichtig ist?“

    Andere Gruppen mobilisierten ihre Mitglieder ganz anders als man es vielleicht erwarte. Etwa viel weniger über politische Themen, sondern mit einem Fokus auf gemeinschaftlichen Unternehmungen.

Was gut werden soll, braucht viele Perspektiven.

Ein Gedankenexperiment: Das Design einer Sprachsteuerung. Man stelle sich ein ausschließlich von Männern besetztes Entwicklerteam vor. Der Tag der Produktpräsentation ist gekommen. Eine Frau betritt den Raum, sie sagt etwas – und das Gerät erkennt keine Stimme. Weil es schlicht nicht mit einer Frauenstimme getestet wurde. „Umgekehrt wäre es genauso, wenn nur Frauen die Spracherkennung entwickelt hätten“, mutmaßt Isabell Eberlein.

„Das zieht sich weiter bis in die Infrastruktur von Städten: Sie sind meist ausgerichtet auf die Bedürfnisse eines bestimmten Männerbildes, den Arbeitspendler. Andere Wegeketten, die ‚Mobility of Care‘, sind heute noch zu selten berücksichtigt. Es fehlen Wege und Abstellmöglichkeiten, wenn der Alltag aus kurzen Stopps und Etappen besteht – etwa vom Bäcker zur Apotheke, dann erst zur Arbeit, später nach Hause und zur Musikschule.“

Daneben gilt es als erwiesen, dass Frauen in der Regel risikoaverser sind. Die Präsenz vieler Frauen im Straßenverkehr gilt daher als ein Indikator für eine sichere Infrastruktur.
„Gerade das Fahrrad als Universalvehikel sollte diese unterschiedlichen Perspektiven aufgreifen. Das heißt, dass Frauen auch entscheidende Positionen besetzen und prägen sollten.“

Februar 2021: Mit Women in Cycling (WIC) geht eine Initiative an den Start, die alle Frauen zusammenbringen möchte, die im Fahrradsektor arbeiten – weltweit. Das Ziel ist ein vielfältiger, inklusiver Fahrradsektor, der Chancengleichheit fördert und dazu beiträgt, das Potential des Fahrrads als Verkehrsmittel auszuschöpfen.

Im Vordergrund stehen die Vernetzung, der Meinungs- und Erfahrungsaustausch sowie die Schaffung einer Plattform und Strukturen für die Zusammenarbeit an Projekten und Initiativen. Wichtige Tools sind das neue Expertise Portal und eine LinkedIn-Gruppe zum Austausch, aber auch für Jobangebote oder für die Suche nach Expertinnen.

„So kann sich zum Beispiel eine deutsche Geschäftsführerin mit einer niederländischen Wissenschaftlerin vernetzen, die an neuen Materialien forscht, und gleich die Einschätzung von Vertreterinnen aus der Zivilgesellschaft berücksichtigen“, erklärt Isabell Eberlein.

  • Mehr über WIC

    Brompton-Chef Butler-Adams: „Wo sind die Frauen?“

    Auf der Eurobike 2019, einer renommierten Messe der Fahrradindustrie, nahm Isabell Eberlein an einer Veranstaltung teil. Und fand sich in einem Raum voller Männer wieder.

    „Unter den 300 Teilnehmenden waren vielleicht 10 Frauen. Folgerichtig stellte der Redner, Will Butler-Adams, Geschäftsführer von Brompton, die offensichtliche Frage: ‚Wo sind die Frauen? Warum sind sie hier nicht vertreten?‘ Durch seine Position hatte das eine echte Wirkung. Wir mussten handeln.“ Unmittelbar nach der Veranstaltung ging Isabell Eberlein auf die anderen Frauen im Raum zu und sie hatten eine Idee.

    Die Initiatorinnen der WIC-Initiative in Zusammenarbeit mit der Confederation of the European Bicycle Industries (CONEBI):

    • Isabell Eberlein, Velokonzept
    • Lauha Fried, Cycling Industries of Europe (CIE)
    • Florence Grégoire, European Cyclists‘ Federation (ECF)
    • Angela van der Kloof, Mobycon

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