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Interview: Neue Mobilität mit Zukunftsforscher Dr. Stefan Carsten

Dr. Stefan Carsten ist Zukunftsforscher und Stadtgeograf. In seiner Arbeit kombiniert er die Themenfelder Zukunft, Stadt und Mobilität.

Dr. Stefan Carsten

In einem Beitrag zur Mobilität nach Corona für das Zukunftsinstitut sprichst Du von einer „großen Transformation der Mobilität“, die längst begonnen hat. Was beinhaltet das für Dich und welche Rolle spielen aus Deiner Sicht E-Bikes und E-Cargo Bikes bei der Mobilität von morgen?

Insgesamt spreche ich immer von drei Paradigmen, die die Zukunft der Mobilität zusammenfassen. Erstens, Autonomous Individual Mobility, die Fortschreibung der individuellen Autokultur. Zweitens, Seamless Mobility, die Vernetzung der Verkehrsträger mit dem ÖPNV als Rückgrat. Und drittens, Active Lifestyles, die aktive, gesunde und leise Mobilität, basierend auf Rad- und Fußverkehr.

Vor allem letztere hat im Zuge von Corona deutlich an Fahrt gewonnen: Mailand, Paris, London, Brüssel sind Städte, die sehr stark auf dieses Paradigma eingeschwenkt sind und jetzt Autostraßen in öffentlichen Raum für Radfahrer und Fußgänger umgestalten. Damit folgen diese Städte einer Entwicklung, die von den Bewohner*innen schon vorgezeichnet wurde: immer mehr auf das Fahrrad zu setzen – trotz unzureichend gesicherten Radwegen und immer mehr Verkehrsunfällen zwischen Autos und Radfahrern.

Dies gilt auch für Städte, deren Topografie eigentlich nicht fürs Radfahren ausgelegt sind. E-Motoren relativeren solche Besonderheiten. E-Bikes und E-Cargo Bikes haben sich somit als Garant für eine unkomplizierte, gesunde und aktive Mobilität in Stadt und Region erwiesen. Ich sehe kein Ende dieser Entwicklung.

Wie siehst Du den Zusammenhang zwischen Mobilität, urbanem Raum und Lebensqualität? Wie könnte sich das vor dem Hintergrund moderner Technologie und fortschreitender Digitalisierung entwickeln?

Urbane Lebensqualität ist zum Leitbild sehr vieler Städte avanciert, die jetzt in einen Attraktivitätswettbewerb eingestiegen sind. Die Städte sind zunehmend aktiv geworden, forcieren ihren Umbau, um fit und attraktiv für die akademische Mittelklasse zu sein. Andreas Reckwitz (Anm.: Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität Berlin) sieht darin die Gesellschaft der Singularitäten im Raum wirksam werden. Der Spannungsbogen reicht von dieser Welt zur individuellen Mobilität, die auf Digitalisierung und Autonomisierung basiert. Die Gefahr ist, dass Städte, die sich nicht auf die Welt des Active Lifestyles einlassen und diese Zukunft gestalten, vom Paradigma der individuellen autonomen Mobilität überrollt werden. Zu stark sind hier die Pfadabhängigkeiten und Kräfte der automobilen Akteure. Gleichzeitig sind aber auch die Chancen der Autonomisierung, nämlich drastische Reduzierung der Unfallzahlen, sehr verführerisch.

Aktuell befinden sich viele Metropolen, Städte und Kommunen im Aufbruch. Welche Maßnahmen hältst Du mit Blick auf einen lebenswerten urbanen Raum für notwendig? Wo siehst Du schon Ausläufer der urbanen Zukunft?

Die Coronakrise war für viele Städte wie ein Brennglas, das aufgezeigt hat, in welcher Zukunft wir leben wollen. Regionen mit schlechter Luftqualität waren besonders von Covid-19 betroffen. Der blaue Himmel, ausgelöst durch wenig Emissionen von Industrie und Verkehr, war Synonym für eine nachhaltige Entwicklung, die sich immer mehr Akteure wünschen. Dazu gehört, die Entwicklung in den Städten voranzutreiben: Rückbau von Autostraßen, Rückbau von Parkplätzen bei gleichzeitiger Erhöhung der Kosten. Ausbau von Radwegen bei gleichzeitiger Separierung der Wege in der gesamten Stadt und bessere Vernetzung der Verkehrsträger, zum Beispiel durch integrierte Angebote, die so genannte All-Inclusive Mobility, um auch die Vororte und den ländlichen Raum mit neuen Alternativen zu versehen. Mobility Hubs bündeln Angebote im Raum und zwar nicht nur in den Zentren, sondern auch am Stadtrand. Und natürlich, die flächendeckende Einführung von Elektromobilität für alle Verkehrsträger: Autos, Fahrräder, Busse und LKW, um zumindest lokal emissionsfrei leben zu können.

Vor welchen Herausforderungen steht die Politik aus Deiner Sicht im Bereich Mobilität?

Welche Zukunft wollen wir? In welcher Stadt, welcher Region wollen wir leben? In einem Land, in der Automobilität Leitkultur ist, ist ein Umdenken schwierig. Es gibt in Deutschland eigentlich keine guten Beispiele für die Zukunft der Mobilität. Aber es gibt viele Beispiele für die Zukunft der Automobilität. Dieser Pfad muss verlassen werden, um Mobilität für Alle zu ermöglichen. Es braucht eine Gleichberechtigung der Infrastrukturen und der öffentlichen Investitionen. Die Beschlüsse des Konjunkturpakets stimmen in dieser Hinsicht positiv.

Außerdem muss Multimodalität gefördert werden. Noch immer ist der Transport von Fahrrädern in öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig. Hier braucht es neue Lösungen für die Mitnahme und zwar für U-Bahnen, Busse aber auch Autos. Denn die Kombination der Verkehrsmittel ist doch die Abkehr von einer rein aufs Auto ausgerichteten Politik.

Warum ist eine neue Mobilität im Interesse der Wirtschaft und wie kann sie hier einer gesunden Entwicklung beitragen?

Der Bürgermeister von Mailand sagte im Rahmen der Neuorientierung für die Stadt Mailand: ‚Wir haben jahrelang daran gearbeitet, die Autonutzung zu reduzieren. Wenn jeder ein Auto fährt, gibt es keinen Platz für Menschen, es gibt keinen Platz zum Bewegen, es gibt keinen Platz für kommerzielle Aktivitäten außerhalb der Geschäfte. Natürlich wollen wir die Wirtschaft wieder öffnen, aber wir sollten es auf eine andere Art tun als zuvor.‘ Eine gesunde Stadt entlastet die Krankenkassen – eine Stadt, die das Fahrrad bevorzugt, stärkt den Einzelhandel und das urbane Leben und ist für Unternehmen attraktiv. Die Wirtschaft wiederum sollte neue Wege gehen. Braucht es Autos, um Mitarbeiter zu incentivieren oder tun es nicht auch Fahrräder oder Mobilitätspakete? Zumindest aber sollte sie auf saubere Mobilität setzen, sprich Elektromobilität.

Wie bewegst Du Dich im urbanen (Netz-)Raum?

Ich wohne im Zentrum von Berlin, in Berlin-Mitte. Laut einer Zählung stehen hier angeblich 30 unterschiedliche Mobilitätsoptionen zur Verfügung. So viele wie nirgends sonst. Das ist Mobilität pur – und so bewege ich mich. Ich fahre Fahrrad, gehe zu Fuß, nutze U- und Straßenbahn, fahre mit Carsharing oder auch dem eigenen Auto. Je nach Situation, je nach Kontext und nach Ziel. So wird Mobilität zum Spiel und ist purer Spaß.